Das Projekt „Arbeit Und Familie ohne aber“ endet im September. Nach zwei Jahren Laufzeit ist die Bilanz eindeutig positiv.
Neustadt – Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel, gerade in dieser Region, erfordern Lösungsstrategien zu den Brennpunkten Work – Life – Balance, Chancengerechtigkeit und Nutzung der Ressourcen der Mitarbeiter. In vielen Unternehmen wird schon einiges dafür getan, aber gerade Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen haben oft nicht die Ressourcen und das Know how, systematisch neue familienfreundliche Arbeitsmodelle und Leistungen für die Arbeitnehmer umzusetzen.
Seit 2008 hat connect mit seinem Geschäftsbereich IffA (Institut für familienfreundliche Arbeitsmarktentwicklung) das Projekt „Arbeit Und Familie ohne aber“ betreut, das sich gerade mit diesem Thema befasst. „Wir konnten zahlreichen Unternehmen und ihren Mitarbeitern Lösungen aufzeigen, um gezielt Arbeitsergebnisse auf der einen Seite und Zufriedenheit auf der anderen zu steigern“, bilanziert Projektleiterin Anne Tränkner. Dabei zeigt sich connect einmal mehr als Trendsetter, um dieses sensible Thema auch in die Öffentlichkeit zu bringen. „Wir haben mit diesem Angebot auf die wachsende Notwendigkeit reagiert, unsere heimischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu unterstützen, die Balance zu halten zwischen effizienter Gestaltung des Arbeitsalltags und der Erfüllung der Familienpflichten“, weiß auch Projektmitarbeiterin Angela Peschel. Ihr Appell: „Die Firmen sollten einfach mehr Ressourcen einplanen, um Fachkräfte ins Coburger Land zu bekommen und auch hier zu halten“.
Ein Standortfaktor par excellence also? „Auf alle Fälle“, erläutert Monika Liebermann, Kommunikationstrainerin und Mutter einer einjährigen Tochter. „Das Geheimnis ist im Zeitmanagement begründet, der Fähigkeit zu entscheiden, was im Leben wichtig ist – beruflich wie privat.“ Sie verweist auf das Paradeprojekt „Zukunftswerkstatt“ in der Schweiz, bei dem ein Unternehmen in der Männer-Domäne Lkw-Technik 40 differenzierte Arbeitsmodelle anbietet.
Intensive Mitarbeiterbefragungen gingen mit diesem Projekt einher und Workshops mit dem Ziel „Führungskräften und Mitarbeiter der Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten anzubieten, die Themen Vereinbarkeit und Chancengleichheit im Arbeitsalltag praktisch umzusetzen. Das Projekt setzt auf die Beratung und Mitarbeit der Führungskräfte und Mitarbeiter zu Erarbeitung von unternehmensspezifischen Vereinbarkeitslösungen und die externe Begleitung der Umsetzung“, erläutert Tränkner, „wobei oftmals bereits minimale Veränderungen in der Kommunikation und Organisation eine Verbesserung bewirken und das ohne hohe Kosten zu verursachen.“
Thomas Mau, Steuerberater und Spezialist im Bereich geldwerte Leistungen für Mitarbeiter, bringt einen weiteren Aspekt ins Spiel: „Natürlich können familienfreundliche Maßnahmen auch steuerlich gefördert werden“ 40 Unternehmen der Region haben bislang von diesem Projekt Gebrauch gemacht, „weitere können, auch nach dessen Ende“, sagt Peschel „sich noch an connect wenden.“
Quelle: Neue Presse vom 20.09.2010

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