Herausforderung Mitarbeiterbindung

Was passiert gerade in der Arbeitswelt und bei connect?

In vielen Unternehmen fehlen Fachkräfte. Der Markt ist ziemlich leer. Es gibt einzelne Profile für einzelne Stellen, aber kein 1:1 Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Viele Stellen bleiben unbesetzt oder werden nicht so besetzt, wie es wünschenswert oder notwendig ist. Der Druck in vielen Unternehmen steigt. Auf der anderen Seite haben wir Menschen, die arbeiten wollen und individuelle Lösungen und  bestimmte Rahmenbedingen brauchen oder fordern.

Was brauchen und wollen Unternehmen? …und was Mitarbeiter/innen?

Wertet man verschiedene Studien und Rückmeldungen von Unternehmen aus, steht die Aufgabe „Mitarbeiter-Bindung“ an erster Stelle, gefolgt von den Herausforderungen „Flexibilität“ und „Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit“ von Mitarbeiter/innen.

Was bindet Mitarbeiter/innen im Unternehmen?

Die hays-studie-hr-report-2018 nennt folgende Reihenfolge der Faktoren für die Mitarbeiter-Bindung:

1.     Betriebsklima (52%)

2.     Flexible Arbeitszeiten

3.     Marktgerechte Entlohnung

4.     Personalentwicklung

Ähnlich sieht es im Beitrag der Zeitschrift Manager Magazin aus:

1.     Work-Life-Balance (54 %)

2.     Ein passender Standort (46 %)

3.     Respektvoller Umgang miteinander im Unternehmen (33 %)

4.     Stabilität rund um den Arbeitsplatz (32 %)

5.     Urlaubsanspruch (27 %)

6.     Gehalt (21 %)

Differenziert man die Themen nach den Positionen der Befragten im Unternehmen ergibt sich folgende Reihenfolge anstehender Aufgaben für Geschäftsführung, Führungskräfte im Personalbereich bzw. in fachlichen Bereichen und für Mitarbeiter/innen:

Mitarbeiterbindung

Fazit: Flexible Arbeitsstrukturen haben in allen Hierarchieebenen eine hohe Wertigkeit und sind ein Schlüssel für Mitarbeiterbindung und Motivation. Die Geschäftsführung verbindet damit die Entwicklung der Unternehmenskultur und die Fachkräftesicherung. Für Führungskräfte sind Mitarbeiterbindung und Beschäftigungsfähigkeit an flexible Arbeitsstrukturen gekoppelt. Mitarbeiter/innen wünschen sich flexible Arbeitsstrukturen für die Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit.

Es lohnt sich, in neue Formen der Arbeit / der Zusammenarbeit zu investieren, Arbeitsbewältigung und Beschäftigungsfähigkeit zu fördern. Hier kommen agile Methoden ins Spiel.

Wofür steht Agilität, agile Zusammenarbeit im Unternehmen?

  • Schlanke Aufbau- und Ablauforganisation mit einer Team- und Führungskultur des Zulassens, der Fehlertoleranz und Innovation.
  • Einbindung aller intern beteiligten Mitarbeiter/innen und der externen Kunden in alle Entwicklungsschritte der Dienstleistung/des Produkts, um zu prüfen, ob für den Endkunden passend.
  • Teams arbeiten hochgradig selbstverantwortlich und selbstorganisiert. Sie nutzen die unterschiedlichen, erfahrungsbasierten Stärken ihrer Teammitglieder interdisziplinär.
  • Agile Führung mit der Fähigkeit zur Wertschätzung und Achtung der Individualität der Akteure.
  • Der Übergang dahin braucht Zeit, intensive Schulungen und Führungskräfte, die den Prozess als Coach wirksam begleiten und sich selbst als Teil der Entwicklung sehen.

Unsere Projekte und unsere Workshop- und Coachingangebote nehmen genau diese Schwerpunkte auf und beraten und qualifizieren Unternehmen, ihre Führungskräfte und Mitarbeiter/innen. Wir erarbeiten Lösungsstrategien, beraten und vermitteln Tools für:

  1. klare Kommunikation(-strukturen/-wege):
    Eigenverantwortliches Handeln wird möglich, wenn Klarheit zu Verantwortlichkeiten und Strukturen herrscht.
    Wir stellen fest, dass hier viele Führungskräfte Bedarf haben und moderieren dazu geeignete Strukturworkshops.
  2. Ein erweitertes (neues) Verständnis von Führung:
    Agile Zusammenarbeit in flexiblen Strukturen braucht eine solide Vertrauensbasis. Das Fordern und Fördern einer eigenverantwortlichen, kundenzentrierten Arbeitsweise der Teams und die Entwicklung einer agiler Zusammenarbeit fordern die Führungskräfte als Visionäre, Querdenker und Teamplayer.
    Führungskräfte werden immer mehr zu Schnittstellenmanagern, Koordinatoren, „Förderern und Coaches“ der Mitarbeiter/innen. Oft sind hier zusätzliche Tools und Fähigkeiten notwendig.
  3. Werte und Wertschätzung in der Zusammenarbeit:
    Wertschätzung ist ein häufig unterschätzter Faktor der Mitarbeiterbindung und Beschäftigungsfähigkeit. Wertschätzende Kommunikation, konstruktives Feedback wirken Wunder, erschließen Potentiale, motivieren, bauen Ängste ab und ermöglichen so Entwicklungen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Reflektion und Weiterentwicklung des eigenen Kommunikationsstils sofort seine Wirkung entfaltet und positive Entwicklungen im Team einleitet.
  4. Die Entwicklung eines neuen Miteinanders und selbstverantwortlichen Arbeitens:
    Das fordert sowohl die Weiterentwicklung  der Persönlichkeiten der Führungskräfte und Mitarbeiter/innen als auch die Überprüfung der Prozesse und Strukturen. Dabei gilt es, Bewährtes mit Neuem zu verbinden.

Dafür braucht es einen Wandel vom „Silodenken“ zu einer vertrauensvollen abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit. Es braucht eine Bewegung von überstrapazierten Organisationstrukturen hin zu notwendigen Organisationsrahmen und eigenverantwortlichem Arbeiten in sich selbstorganisierenden Teams.*

*Unternehmen brauchen sowohl die Linien-Organisation für das Tagesgeschäft als auch eine neue Form des agilen Arbeitens. Agile Organisationen wiederum benötigen einen bestimmten Grad der Unterstützung durch klassische Admin-Bereiche.

Mehr Infos zu den einzelnen Angeboten finden Sie u.a. hier:
Seminarangebot 2019 und Themenauswahl

Synergien aller Angebote werden durch eine gute Vernetzung optimal genutzt, um Unternehmen und Fachkräften die richtigen Impulse und das notwendige Know How zu geben.

Neugierig geworden? Gern beraten wir Sie zu unseren Angeboten und Möglichkeiten.

By |2018-12-14T11:56:48+00:00Dezember 14th, 2018|connect, Personalerstammtisch|0 Kommentare

About the Author:

Hinterlassen Sie einen Kommentar